Modell- und Transferphase des Kulturagenten-Programms —

24. Oktober 2023

Aus der langjährigen Förderung der beiden Stiftungen sind qualitativ hochwertige kulturelle Bildungsangebote entstanden und es ist ein reicher Schatz an Wissen aufgebaut worden, den der BVKA sich mit seiner Gründung 2019 zur Aufgabe gemacht hat zu erhalten und weiter zu entwickeln.

Während der Modell- und Transferphase des Kulturagenten-Programms haben bis 2019 mehr als 50 Kulturagent*innen gemeinsam mit und in 250 Schulen mit Partner*innen aus Kunst und Kultur in fünf Bundesländern – Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen – nachhaltig Kulturelle Bildung gestärkt.

Die Kulturagent*innen Hamburg haben dabei seit 2011 bis heute über 500 künstlerische Projekte initiiert, begleitet und für über 35.000 Hamburger Schüler*innen mit 30 Programmschulen und rund 250 Einzelkünstler*innen und über 80 Kulturinstitutionen – ihren Kompliz*innen – Kooperationen moderiert.

Ähnlich die Berliner Kulturagent*innen, die seit 2015 mit ebenfalls mehr als 30.000 Schüler*innen in über 500 Kunstgeldprojekten mit und an etwa 75 Berliner Schulen, mit knapp 150 Künstler*innen (seit 2019 gezählt) und rund 60 Kulturinstitutionen (seit 2019 gezählt) zusammen Kooperationen auf den Weg gebracht und moderiert haben.

Das in fünf Bundesländern bis 2019 umgesetzte Programm ist von zwei Seiten wissenschaftlich begleitet worden:

Mit einer Vielzahl an Praxiserkenntnissen und daraus entstandenen Materialien hat das Kulturagenten-Programm zu einer lebhaften Diskurs- und Entwicklungslandschaft und zur Qualitätssicherung Kultureller Bildung in Schule beigetragen.

Die beiden Hauptförderer, die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator, haben während und nach ihrem Engagement im Kulturagenten-Programm weitere, aus den Erkenntnissen im Kulturagenten-Programm abgeleitete und auf ihre jeweiligen Handlungsfelder und Ziele zugeschnittene Programme aufgelegt, gefördert und mit geeigneten Partner*innen umgesetzt. Hier wären vorallem die, von der Kulturstiftung des Bundes initiierten Programme "360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft" (2018-2025), in dem Diversitätsagent*innen als Agent*innen des Wandels eine Schnittstellenfunktion innehaben und "TRAFO - Modelle für Kultur im Wandel" (2015-2026), bei dem Regionalmanager*innen Kultur als Schnittstellenmanager*innen fungieren, zu nennen. Die Stiftung Mercator hat u.a. die Programme "Kunstlabore" (2015-2018), "Kreativpotentiale"/"Kreativpotentiale im Dialog" (2013-2022) und den Zertifikatskurs "Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung" (2021/22) initiiert und gefördert.

 

Seit 2019 ist das Kulturagenten-Programm komplett in die Verantwortung der Länder übergeben worden und heute gibt es in Hamburg den Verein der Kulturagent*innen für kreative Schulen e.V., in dem die Kulturagent*innen sich selbst verwalten und in Berlin, Thüringen und NRW Landesbüros, angesiedelt bei der DKJS, der LKJ Thüringen und der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW, bei denen die Kulturagent*innen angestellt sind.

Hier ein Überblick zu dem bis 2019 durch die Stiftungen veröffentlichen Wissensschatz mit den entsprechenden Links:

  • Die Publikation zum Modellprogramm bis 2015, herausgegeben von der Stiftung Mercator, beinhaltet viele wertvolle Materialien
    • zum Profil der Kulturagent*innen, zur kulturellen Schulentwicklung, zu den Kulturfahrplänen und den Aufgaben der Kulturbeauftragten,
    • zur Mission Veränderung und den Perspektiven für Kulturpartner*innen und einen Kooperationsprozessor,
    • mit vielen Praxisbeispielen, Materialien, Filmen und Geschichten,
    • und einer Übersicht über die programmeigene Akademie, in der die Kulturagent*innen qualifiziert wurden.
  • Eine Website wie eine Reise durch das damalige Kulturagenten-Universum, entwickelt kurz nach 2015 von der MUTIK GmbH in Verantwortung der Kulturstiftung des Bundes und mit einer wundervollen Gestaltung durch den Motion Designer Jaroslaw Kaschtalinski. Hier ist sehr anschaulich zusammengetragen von wo aus die Kulturagent*innen als Agent*innen des Wandels ausgegangen sind.
  • Dann gibt es die ursprüngliche Website des Kulturagenten-Programms, auf der damals alle Projekte und Informationen rund um die Modell- und dann auch rund um die Transferphase gesammelt wurden.

 

 

Weiterführende Informationen zur Entwicklung der Kulturagent*innen in den vier Bundesländern und zu den Aufgaben des BVKA wird es mit und mit in weiteren Beiträgen geben, die wir dann hier verlinken werden.

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